Max-Planck-Gymnasium
Max-Planck-Straße 12 - 77933 LahrTel: 07821/91950 - Fax: 07821/919525
DAS ZUSAMMENLEBEN AN UNSERER SCHULE WIRD DURCH FREUNDLICHKEIT, RÜCKSICHTNAHME, HILFSBEREITSCHAFT UND GEGENSEITIGE ACHTUNG BESTIMMT. FAIRE BEHANDLUNG UND HÖFLICHER UMGANG MITEINANDER SIND FÜR UNS ALLE VERPFLICHTUNG.
DAS MAX-PLANCK-GYMNASIUM SOLL GEPRÄGT SEIN VON EINEM KLIMA OHNE ANGST. JEDER ACHTET DARAUF, DASS SICH NIEMAND SEELISCH ODER KÖRPERLICH VERLETZT ODER AUSGEGRENZT FÜHLEN MUSS. DIE ATMOSPHÄRE UNSERER SCHULE SOLL GEKENNZEICHNET SEIN DURCH EIN VERTRAUENSVOLLES MITEINANDER, MEINUNGSFREIHEIT UND PARTNERSCHAFT.
AUFGESCHLOSSENHEIT, TOLERANZ UND VERSTÄNDNIS GEGENÜBER ANDEREN MENSCHEN UND KULTUREN SIND UNS WICHTIG, DA WIR DIESE ALS BEREICHERUNG FÜR UNSER LEBEN BEGREIFEN. SIE SIND NICHT ZU VERWECHSELN MIT MEINUNGSLOSIGKEIT.
UNSERE SCHULE WIRD VON ELTERN, SCHÜLERN UND LEHRERN ALS LERN- UND LEBENSRAUM GESTALTET. ALLE ÜBERNEHMEN ENTSPRECHEND IHREN FÄHIGKEITEN FÜR SICH UND ANDERE VERANTWORTUNG, MIT FREUDE AN EIGENER LEISTUNG, UND TRAGEN SO ZU EINER ERFOLGREICHEN PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG UND STÄRKUNG DER SCHULGEMEINSCHAFT BEI.
KONFLIKTE LASSEN SICH NICHT IMMER VERMEIDEN. UMSO WICHTIGER IST ES, DEN MUT AUFZUBRINGEN, DIESEN KONFLIKTEN NICHT AUS DEM WEG ZU GEHEN, SONDERN SIE DURCH GESPRÄCHE - AUCH MIT HILFE ANDERER - GEMEINSAM ABZUBAUEN UND ZU LÖSEN. KRITIK AM EIGENEN VERHALTEN WIRD IN RUHE ANGEHÖRT UND ÜBERDACHT; KRITIK AN ANDEREN WIRD SACHLICH UND KONSTRUKTIV VORGETRAGEN OHNE DABEI ZU VERLETZEN.
SCHULISCHE GEMEINSCHAFT MUSS IN IHREN UNTERSCHIEDLICHEN FORMEN GELEBT WERDEN. HIERBEI KOMMT DEM HÖREN UND ZUHÖREN, GERADE AUCH IM HINBLICK AUF DIE WÜRDE JEDER EINZELNEN PERSON, EINE BESONDERS HOHE BEDEUTUNG ZU. GEMEINSAMES LERNEN UND HANDELN IN DER KLASSE ODER MIT DER GANZEN SCHULGEMEINSCHAFT MACHEN AUS DEM MAX-PLANCK-GYMNASIUM EINE GEMEINSCHAFT, DIE DIESEN NAMEN VERDIENT.
Das Max-Planck-Gymnasium Lahr versteht sich als Schule, die als wesentlichen Bestandteil der Bildung die Erziehung zu sozialem Verhalten anstrebt. Soziales Verhalten ist eine wichtige Voraussetzung für die Gestaltung unserer Demokratie und für die Fähigkeit langfristige Bindungen in Familie und Gesellschaft herzustellen. Dieses Ziel ist Schülern und Lehrern für ihre gemeinsame Arbeit vorgegeben. Dazu soll zu Beginn eines Schuljahres in jeder Klasse ein sozialer Schwerpunkt von Schülern und Lehrern gemeinsam festgelegt werden.
Darüber hinaus fördert das Max-Planck- Gymnasium weitere, klassenübergreifende soziale Aktivitäten und Projekte. Es wird von jedem Schüler erwartet, dass er sich gemäß seinen Fähigkeiten einbringt und sich für die Gemeinschaft sowie weitere soziale Ziele einsetzt.
Die individuellen sozialen Aktivitäten werden über die gesamte Schulzeit hinweg dokumentiert und nach Erfüllung bestimmter Kriterien von der Schule offiziell bescheinigt.

Neben der sozialen Kompetenz wird die personale Kompetenz gefördert, um das Vertrauen der Schülerinnen und Schüler in die eigenen Fähigkeiten zu stärken.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Methodenkompetenz: Die Schülerinnen und Schüler entwickeln und erlernen geeignete Methoden lebenslangen Lernens. Dazu gehören Lese- und Textverarbeitungsstrategien, Techniken zur Informationsentnahme und –beschaffung, Techniken im gestalterischen Bereich, verschiedene Experimentiertechniken, fachbezogene Arbeitsweisen und Verfahren sowie Präsentationstechniken. Die Förderung der Methodenkompetenz sorgt auch dafür, dass das Grundlagenwissen der einzelnen Fächer und somit die Fachkompetenz nachhaltig erworben wird.
Schule ist für unsere Schüler/innen nicht nur ein Lernort, hier treffen sie Freunde, können ihre Hobbys pflegen, sich engagieren. Mit anderen Worten, Schule ist ein Ort zum Leben. Unsere Ganztagesangebote bieten dafür einen umfassenden Rahmen: Mittagessen frisch für uns gekocht, Bewegung und Spiel in der Mittagspause, Hausaufgaben im Team und ein breit gefächertes Spektrum an Arbeitsgemeinschaften: Sport, Musik, Kunst, Theater, Technik, Experimentieren, Schach, Soziales, Astronomie. In den während des Nachmittagsunterrichts stattfindenden Poolstunden werden die individuellen Fähigkeiten und Begabungen unserer Schüler/innen durch zusätzliche Bildungsangebote gefördert. Kreativität, Leistungsförderung und Projektarbeit nehmen dabei einen hohen Stellenwert ein.
Seit bei internationalen Vergleichsstudien von schulischen Leistungen (PISA) Länder mit überwiegend Ganztagesschulen positiv aufgefallen sind, wird der Ausbau entsprechender Schulsysteme forciert (IZBB). Die Landesregierung Baden-Württembergs unterstützt diese Entwicklung konzeptionell und finanziell mit ihrem 2006 aufgelegten Jugendbegleiter-Programm.
Engagierte und qualifizierte Privatpersonen wie Eltern, Senioren, ältere Schüler können mit oder ohne Vereinszugehörigkeit oder Anbindung an eine Institution Jugendbegleiter werden, indem sie entweder zusätzliche Bildungsangebote im außerunterrichtlichen Bereich unterbreiten oder bei der Betreuung von jüngeren Schüler/innen mitarbeiten.
Am MPG sind diese Jugendbegleiter ausgebildete Erzieher, Schüler/innen, pensionierte Kollegen oder auch Übungsleiter von Vereinen und Eltern. Mit deren Hilfe und der Unterstützung des Schulträgers ist es uns gelungen, in unser bisheriges Konzept der Arbeitsgemeinschaften eigenständige und zusätzliche Bildungs- und Betreuungsangebote einzugliedern.
Dabei ließen wir uns von folgenden Fragestellungen leiten: Welchen Bedarf haben Eltern und Schüler? Welche Intention verfolgen wir mit dem Einsatz der Jugendbegleiter? Werden die Wünsche der Schüler/innen berücksichtigt? Wie viele Stunden sollen, bzw. können, angeboten werden? Welche Klassenstufen sollen angesprochen werden? In welchen Räumen, mit welcher Ausstattung kann gearbeitet werden? Welche Kontakte gibt es bereits oder sind herzustellen zu Vereinen, Ehrenamtlichen oder sonstigen engagierten Gruppen vor Ort? Da Kinder und Jugendliche innerhalb und außerhalb des Unterrichts eine Schule als sinnerfüllten Lebensraum erfahren sollen, gibt es zahlreiche Angebote: Technisch Interessierte sind dabei ebenso angesprochen wie auch musisch Veranlagte (Chor/Orchester/Flötengruppen/Theater) und Sportler bzw. solche, die es werden wollen (Handball/Fußball/Tennis). Dies sind nur Einzelbeispiele, sie zeigen aber, wie sehr das Lernangebot in technischer und kultureller Hinsicht ausgebaut worden ist und sie machen klar, dass „Jugendbegleiter“ z. B. Übungsleiter in Sportvereinen sein können oder interessierte und aufgrund ihrer beruflichen Erfahrung und Qualifikation geeignete Seniorinnen und Senioren u.a.
Wie unser Sozial-Profil nachweist, ist für uns das soziale Lernen ein zentrales Anliegen. Neben der Zusammenarbeit mit dem Dinglinger Haus und anderen Einzelprojekten ist unsere Arbeitsgemeinschaft „SoLe“ zu nennen, eine Arbeitsgemeinschaft, die über Werteorientierung zu sozialem Lernen und Handeln führen will. Dasselbe Ziel verfolgten auch Schüler/innen des MPG, die sich zum Jugendleiter ausbilden ließen und nach 40 Stunden einen zertifizierten Abschluss erhielten. Bei dieser letztgenannten Ausbildung, die im regelmäßigen Turnus stattfinden kann, unterstützen uns die evangelische und katholische Kirche mit den Referenten Renz und Wichmann. In einem halbjährigen Modul lernen unsere Schülerinnen und Schüler die qualifizierte Begleitung und Führung von Jugendlichen und werden sich danach als „Jugendbegleiter“ in die Ganztagesbetreuung einbringen können.