Besuch der Frankfurter Buchmesse 2018

Traditionell begibt sich die gesamte Jahrgangsstufe 11 im Oktober auf die Fahrt nach Frankfurt. Glücklicherweise wurde auch in diesem Jahr die Fahrt großzügig vom Verein der Freunde unterstützt, so dass wir wieder an einem Fachbesuchertag - also noch bevor am Wochenende die Messe für das "Publikum" geöffnet wird - besuchen konnten. Die Frankfurter Buchmesse ist die größte Buchmesse der Welt, ihre Wurzeln reichen über 500 Jahre zurück, und jedes Jahr wird ein Land und dessen Literatur als "Gastland" in den Mittelpunkt gestellt. Dies war Georgien, das ganz anders als 2017 Frankreich, sich sehr unprätentiös präsentierte.


Die Buchmesse ist mit über 7000 Ausstellern und knapp 300000 Besuchern an den fünf Messetagen - insbesondere wenn man das erste Mal dorthin fährt - kaum überschaubar, fast schon erschlagend. Daher werden die in den Deutschkursen ausgegebenen Arbeitsaufträge zunächst noch als Gängelung aufgefasst, vor Ort schlägt dies dann recht schnell um, denn ohne Orientierung und konkrete "Türöffner" wäre man auf der Messe buchstäblich verloren.

So konnten interessante Interviews mit Verlagsvertretern geführt werden: warum ist die Messe für Verlage so wichtig? Was passiert genau? Welche Geschäftskontakte spielen eine Rolle? Was wird geordert? Derlei Fragen aus erster Hand beantwortet zu bekommen ist eine Erfahrung, die einen Einblick in den Buchmarkt eröffnet, der Schülern ansonsten verwehrt wäre - denn das steht auf keinem Lehrplan! Überraschend ist immer wieder, was sich auf der Buchmesse so alles an "Peripherie" präsentiert: von Karikatur-Buchstützen über Geschenkartikel rund ums Buch und Kalendern bis zur Antiquariatsmesse und dem e-Book-Markt. Gefühlt war der e-book-Markt nicht mehr so stark vertreten wie vor wenigen Jahren - deutet sich hier eine Renaissance des klassischen Buchmarktes an?

Aufregend ist natüürlich auch immer die Prominenz (oder die, die sich dafür hält). Plötzlich "echte" Autoren am Stand zu sehen, Moderatoren oder Politiker - das gibt es in dieser Dichte nur auf der Buchmesse. Während beispielsweise die Journalistin Dunja Hayali ihr neustes Buch ("Haymatland") vorstellt, brutzeln in der Gourmet Gallery Starköche wie z.B. Sarah Wiener vor sich hin. Manchmal - abseits der großen Presseevents oder von Vorträgen - trifft man solche "Promis" auch mal direkt, fast ohne Publikum, z.B. während eines Pressegesprächs am Verlagsstand. So konnte der aus einer Fernseh-Gründershow bekannte Investor Frank Thelen am Stand des Murmann-Verlages hautnah erlebt werde, wobei auch das ein oder andere Selfie geschossen werden konnte.

Ansteckend und inspirierend ist auch das internationale Flair der Messe: nicht nur durch das jeweilige Gastland öffnet bis dato unbekannte Perspektiven, besonders in den Hallen 5 und 6 wo die ausländischen Verlage beheimatet sind, kann man völlig in fremde Welten eintauchen: plötzlich ist man umgeben von Asiaten, wenige Meter weiter tönt orientalische Musik. Sich einfach mal diesem Kaleidoskop an Eindrücken auszusetzen ist ebenso reizvoll wie das ein oder andere Gespräch, - zum Beispiel auf ungarisch! Einen solchen, anderssprachigen Buchmarkt zu erleben, bleibt einem ansonsten ebenfalls oft verwehrt. Egal wie bücheraffin man vor dem Messebesuch war (oder auch nicht): die Frankfurter Buchmesse ist ein inspirierendes Erlebnis, das den Rahmen des Üblichen sprengt und die Beziehung zum Buch entweder intensiviert oder auch ganz neue, ungeahnte Zugänge zu diesem Metier schafft. 2019 heißt es dann: velkommen til Norge!

Martin Geier


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