Impressionen vom Sommerabendkonzert

Viva la musica: Großes Abschiedskonzert in der Aula des Max-Planck-Gymnasiums

Nach 28 Jahren überaus engagierten Wirkens am Max-Planck-Gymnasium feierte die Musiklehrerin Dorothee Schäfer-Renno am Samstag, dem 25. Juli ihren Abschied in einem fast dreistündigen Konzert unter dem Motto „Viva la musica“. Die Leitung hatten sie selbst, ihre Kollegin Karoline Weber und ihr Kollege Stefan Schrape. Wie üblich kamen die drei auch auf verschiedenen Instrumenten zum Einsatz.

Zu Ehren ihrer Lehrerin wirkten neben derzeitigen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften viele „Ehemalige“ mit, die zum Teil die Musik zu ihrem Beruf gemacht haben. Eine von ihnen sagte, ein solches Miteinander wie im Schulorchester habe sie später nie mehr erlebt. Wie in früheren Zeiten waren auch Dorothee Schäfer-Rennos Ehemann und ihre fünf Töchter beteiligt.

Das Konzert begann mit dem Kanon „Viva la musica“, dargeboten von den verschiedenen mitwirkenden Gruppen, von denen einige singend und musizierend in die Aula strömten; das Publikum stimmte ein.

Der erste Teil war durch Popkultur geprägt, abgesehen von der Ouvertüre zu Händels „Feuerwerksmusik“ und Elgars „Pomp and Circumstance“, jeweils in einer Bearbeitung für Streicher. Mit beachtlicher Disziplin musizierten „Young Strings“, Bigband, Blockflötenklassen und „Mäxle-Chor“ (aus den Klassen 5 und 6). Letzterer zeigte sich stimmlich stark und setzte mit Choreographien von Lehrerin Monika Wolfschlag auch beeindruckende optische Akzente.

Einen Schwerpunkt des Konzerts bildeten sechs Lieder aus „Kiss me, Kate“ und „Anatevka“, zwei der vielen Musicals, deren Aufführung Dorothee Schäfer-Renno zusammen mit anderen Lehrkräften geleitet hatte. Es musizierten das Orchester und der MAX-Chor. Größere Solopartien, mit Witz und Verve vorgetragen, hatten Antje Gißler und Sebastian Krämer („Schlag nach bei Shakespeare“) sowie Tobias Knopf („Wenn ich einmal reich wär’“).

Der zweite Teil begann fulminant mit dem Lied „ICE“ von Christiane Weber (Gesang: Theresa Fox, Klavier: Benedikt Fox, als Gast). Ein Glanzpunkt war zweifellos Bachs Viertes Brandenburgisches Konzert. Hier brillierten besonders die Violinistin Elisa Schrape (mit ungewöhnlich reinem, glasklarem Ton) sowie die Flötistinnen Cathérine Renno und (als Gast) Nóra Kiszty.

 Die Vielfalt der Instrumente abrundend spielten die drei leitenden Musiklehrkräfte auf zwölf Wasserflaschen mit unterschiedlicher Füllhöhe „Time to Say Goodbye“. Zum eigentlichen Abschluss jedoch war es Dorothee Schäfer-Renno ein Anliegen gewesen, das „Friedenslied“ von Peter Schindler erklingen zu lassen – unter Mitwirkung aller Beteiligten, einschließlich wieder des Publikums.

Das reichhaltige, gut besuchte und mit großem Beifall belohnte Konzert spiegelte das Berufsleben einer Persönlichkeit, die nicht nur der Musik, sondern auch den Menschen ihrer Umgebung mit unermüdlichem Interesse zugewandt ist. Mit Dorothee Schäfer-Rennos Pensionierung geht am Max-Planck-Gymnasium eine Ära zu Ende, doch auf ihren weiteren Weg darf man gespannt sein.