Trinationale Schülerbegegnung am MAX

Schülergruppe aus Brno (CZ) und Mureck (A) besucht das MAX

Bereits zum zweiten Mal gastierte eine Schülergruppe aus Brünn (CZ) am MAX. Die Gruppe aus Südmähren reist zusammen mit ihren Begleitlehrern Adéla Turková und Filip Klobušický eine Woche lang durch die Region und hat ihr Domicil in Offenburg, von wo aus verschiedene Ziele im Umland angesteuert werden. Triberg im Schwarzwald, Straßburg mit dem Europaparlament und das klassische Elsass um Obernai sind für die tschechischen Gäste lukrative Ziele. Dabei waren diesmal auch 17 Schüler aus Mureck in der Steiermark, wo man ebenfalls Kontakte zur Schule in Brünn pflegt. Daraus ergab sich am 10. März 2026 eine trinationale Schülerbegegnung, die eine Fortentwicklung des letztjährigen Besuchs darstellt.

Nach einem Grußwort von Schulleiter Martin Ries, dessen Worte in bewährter Weise von Milan Prokop, welcher für den ehrenamtlichen Dolmetscherpool der Stadt Lahr tätig ist, übersetzt wurden, stellten vier Schülerinnen unserer Schule den Gästen aus Österreich und Tschechien das MAX vor. Dabei gingen sie auch auf den Namensgeber der Schule und Besonderheiten des deutschen Schulwesens ein. Auch dieser Vortrag wurde direkt ins Tschechische übersetzt.

Anschließend ging es für die 23 tschechischen Schüler zusammen mit den Deutschen in den Unterricht, wobei zwischen NWT, Englisch und Ethik gewählt werden konnte. Die Begleitlehrer und die österreichischen Schüler diskutierten derweil über die Unterschiede und Eigenheiten der drei Schulsysteme in den jeweiligen Ländern und kamen auch bald über Verschiedenes ins Plaudern.

In der großen Pause stießen die letzten deutschen Teilnehmer der Erasmus+-Projekts hinzu – zuvor musste noch eine Englisch-Klausur geschrieben werden – und mischten sich sogleich unter die Gäste.

Schließlich wurden die 40 Besucher in vier Kleingruppen durchs Haus geführt, damit diese sich einen Eindruck vom Gebäude und der Atmosphäre am MAX machen konnten. Direkt im Anschluss stand eine trinationale Projektarbeit im Mittelpunkt, wobei das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund stand. Schnell wurden Sprachgrenzen überbrückt und es entstand ein reger Austausch über Schule, Musik und Kulinarik – so gab es Gemeinsamkeiten und Eigenheiten zu entdecken, die für eine gelöste Atmosphäre sorgten. Schließlich lösten die gemischten Gruppen aus Deutschen, Tschechen und Österreichern noch ein Bilderquiz, bei dem Sehenswürdigkeiten, berühmte Persönlichkeiten und länderspezifische Besonderheiten erkannt, zugeordnet und sich gegenseitig erklärt werden sollte. Auch hierbei wurden viele Sprechanlässe geschaffen und es gab viel Neues zu entdecken.

Nach einer Mittagspause in der Stadt, bei der die Gäste aus ganz praktischen Gründen auf die Unterstützung unserer Schüler angewiesen waren, folgte ein Stadtrundgang in Kleingruppen. Diesen hatten unsere Schüler vorbereitet und dabei selbst das ein oder andere über Lahr entdeckt, jedenfalls war der gut einstündige Stadtrundgang bei frühlingshaften Temperaturen ein sehr schöner gemeinsamer Abschluss, bevor die Gäste, nachdem das obligatorische Gruppenfoto geschossen war, gegen 15.30 Uhr wieder in Richtung Offenburg aufbrachen – natürlich nicht ohne auch Kontakte auszutauschen, denn obendrein fand sich für die Begleitlehrer auch eine Gelegenheit, konkrete Planungsschritte für den bevorstehenden Gegenbesuch zu unternehmen, der aller Voraussicht nach im Oktober stattfinden soll. Dann werden die 12 Schülerinnen, die unsere Schule in bester Manier vertreten haben, die Perspektive wechseln und nach Brno aufbrechen. Am Ende bekräftigte man den Wunsch, dass ein abermaliges trinationales Treffen, dann in Südmähren, ein lohnenswertes Ziel sei. Dem Besuch in Brünn sehen wir mit großer Freude und Erwartung entgegen.

Martin Geier