Ausflug der Leistungskurse Physik ans KIT

Am Dienstag den 12. Mai begaben sich die Leistungskurse Physik der 11. und 12. Klasse auf eine Exkursion an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und besuchten dort den Campus Nord, auf welchem die Großforschung des KIT stattfindet. Nach einem kurzen Einblick in die Geschichte des KIT durften die Schüler zwei große Forschungsprojekte besichtigen.

Zuerst ging es zu KATRIN, dem Karlsruhe Tritium Neutrino Experiment. Mit Hilfe dessen soll die Masse von Neutrinos ermittelt werden. Neutrinos sind Teilchen, die elektrisch neutral sind, eine geringere Masse als Elektronen haben und mit ihrer Umgebung nur sehr selten wechselwirken. KATRIN ist also nur eine große Waage, allerdings ist das Experiment sehr eindrucksvoll, da zur Bestimmung der Masse eines so leichten Teilchens sehr große Anlagen nötig sind. Vor allem das Spektrometer, in dem die Elektronen herausgefiltert werden, die eine zu geringe Energie besitzen, lässt einen staunen.

Nach dem Besuch bei KATRIN ging es weiter zu KARA, dem Elektronenspeicherring für Synchrotronstrahlung. In diesem werden Elektronen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit und eine Energie von ca. 2,5 GeV beschleunigt. Mit Hilfe von starken Magneten werden diese auf der Ringbahn gehalten. An bestimmten Stellen, die Tangential zum Speicherring sind, wird die Synchrotronstrahlung (elektromagnetische Strahlung) aus dem Ring zu Experimenten geleitet. Diese Experimente sind sehr unterschiedlich. Man kann also mit Hilfe des Speicherrings an verschiedensten Projekten forschen.

Mit vielen neuen Erkenntnissen und tiefen Einblicken in die Arbeit der Forscher endete ein spannender und lehrreicher Tag am KIT. Der Ausflug hat den Schülern eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und in welch gigantischen Dimensionen Forschung in der Praxis stattfinden kann.

Svenja Ketterer