Das Unbegreifliche greifbar machen - Unsere Sarggeschichten

Seit Aschermittwoch steht ein Sarg in der Kapelle der Sancta Maria Kirche in Lahr und das Max-Planck-Gymnasium beteiligt sich mit seinen Sarggeschichten an einer Veranstaltungsreihe des Netzwerks Trauer zum Thema: Trauer hat viele Gesichter. 

Der ausgestellte Sarg wird nach und nach von unterschiedlichen Klassen gestaltet. Während Fünftklässler Schmetterlinge gestalteten, die für die Auferstehung und das neue Leben stehen, bemalten Kursstufenschüler den Sarg mit Symbolen und Zeichen, die für das Sterben, den Tod und die Trauer stehen. 

Work in progress kommen bis kurz vor Palmsonntag zahlreiche weitere kreative Annäherungsversuche hinzu. Das Unbegreifliche für Kinder und Jugendliche greifbar machen, das möchte die Ausstellung erreichen. Ganz besonders deutlich wird dies durch die Handabdrücke, die eine Klasse auf den Sarg gedruckt haben. 

Gerade im Religionsunterricht und in der Fastenzeit setzen sich Schüler mit der Endlichkeit und der Vergänglichkeit auseinander. Über das Tabuthema Tod  zu sprechen und Worte zu finden, für etwas, was uns oft sprachlos macht, ist wichtig in unserer heutigen Zeit, die uns ewige Jugend, grenzenlose Fitness und nicht enden wollendes Lebens suggeriert.

Während der Gottesdienstzeiten ist die Kapelle der Sancta Maria Kirche geöffnet und die Ausstellung kann noch bis zum Freitag vor Palmsonntag besucht werden. Achim Wenzel-Teuber vom Hospizverein Lahr steht zu diesen Zeiten zu Gesprächen bereit. Wir hoffen, mit dieser kreativen Auseinandersetzung, einen leichteren Zugang zu einem schweren Thema zu ermöglichen und wünschen allen Besucherinnen und Besucher neue Erfahrungen und  spannende Zugänge zu den Themen Sterben, Tod und Trauer.                                                     

Für die Fachschaft Religion Thomas Dieterle