Mit Erasmus + nach Schweden
Rechtsextreme nutzen Social Media gezielt, um weltweit junge Menschen zu beeinflussen; Rechtsextremismus entwickelt sich zu einem Trend, es ist plötzlich „cool", rechts zu sein. Das haben wir, die Erasmus-AG, zusammen mit Herrn Damm und Frau Fehrenbacher, zum Anlass genommen, um vom 21. bis zum 28. April nach Stockholm zu fahren, um mit Schülerinnen und Schülern des Frederika Bremergymnasiet dieses Phänomen zu analysieren, Gemeinsamkeiten zu erkennen und uns über mögliche Formen des Umgangs damit auszutauschen.
Bereits im Vorfeld hatten wir uns während der AG-Treffen in Kleingruppen mit dem Thema auseinandergesetzt und Präsentationen, einen Podcast und ein Quiz ausgearbeitet, die wir den Schwedinnen und Schweden zu Beginn der Projektarbeit vorstellten. Gemeinsam traten wir in eine intensive Arbeitsphase ein und untersuchten, wie die Schwedischen Demokraten (kurz SD) sowie die AfD und andere rechtsextreme Kleinparteien Social Media nutzen, um Jugendliche in ihren Bann zu ziehen. In kleinen Gruppen aus schwedischen und deutschen Schülerinnen und Schülern erstellten wir zu Themen wie Active Clubs (rechte Sportvereine) oder „alternativen" Medien (beispielsweise Nyheter Idag und Nius) Präsentationen, die wir uns am Montag gegenseitig vorstellten.
Neben der inhaltlichen Arbeit lernten wir auch die Vielfalt der schwedischen Kultur kennen: Wir erkundeten Stockholm, besuchten das Freilichtmuseum Skansen, staunten im Vasa-Museum über die Überreste eines 400 Jahre alten Schiffes und besichtigten das ABBA-Museum. Mit der Fähre gelangten wir auf eine Insel in den Schären vor Stockholm und spazierten einmal um das Eiland. Besonders begeisterte uns aber die Offenheit und Freundlichkeit der Einheimischen.
Am Ende nahmen wir nicht nur neue Eindrücke der schwedischen Lebensart mit, sondern auch das Bewusstsein über die Verantwortung, die jede und jeder für die Gesellschaft hat. Wenn wir über (unsere) Grenzen hinaus Toleranz und Menschlichkeit (er)leben und mit Mut und Zivilcourage handeln, können wir dem wachsenden Rechtsdruck begegnen.
Madeleine Schaak