Demokratie hautnah: Die Juniorwahl 2026 am Max-Planck-Gymnasium

Nach der Podiumsdiskussion in der vergangenen Woche wurde es am 6. März ernst: Rund 346 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 12 gaben bei der Juniorwahl ihre Stimmen für den neuen Landtag ab. Dieses bundesweite Projekt findet zeitgleich zu offiziellen Bundes- und Landtagswahlen statt und soll Jugendlichen den Prozess der demokratischen Willensbildung praktisch näherbringen. Der gesamte Wahlvorgang von der Wahlbenachrichtigung bis zur Auszählung wird realitätsgetreu simuliert. Ca. die Hälfte der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ist, da man nun ab 16 Jahren wahlberechtigt ist, auch bei der Landtagswahl wahlberechtigt.

Die Juniorwahl am Freitag bildete den Abschluss einer intensiven Vorbereitungsphase, in der vor allem die vom Jugendgemeinderat organisierte Podiumsdiskussion am Max-Planck-Gymnasium eine wichtige Orientierungshilfe bot. Es war die einzige Veranstaltung dieser Art im Wahlkreis Lahr und ermöglichte den Jugendlichen einen direkten Austausch mit den Kandidatinnen und Kandidaten, der rege angenommen wurde. Während die Podiumsdiskussion vom JGR organisiert wurde, liegt die Durchführung der Juniorwahl am MPG bereits seit vielen Jahren in den Händen der Schule selbst. In diesem Jahr wurde die Wahl vom Gemeinschaftskunde Leistungskurs unter der Leitung von LK-Lehrer Georg Zahn organisiert.

Zwischen der ersten und sechsten Stunde herrschte im Wahllokal reger Betrieb. Der Ablauf folgte streng dem offiziellen Protokoll: Nach Vorlage der Wahlbenachrichtigung und des Ausweises wurden die Namen in den Wählerlisten abgehakt. In drei Wahlkabinen konnten die Schüler anschließend geheim ihre Erst-und Zweitstimme abgeben. Der Einwurf des Stimmzettels in die Wahlurne markierte für viele den ersten persönlichen Kontakt mit dem praktischen Wahlvorgang.

Nach Abschluss des Wahltages zeigt die Auswertung ein klares Bild der politischen Strömungen am MPG. Als stärkste Kraft gingen die Grünen mit 26, 8 % aus der Wahl hervor, gefolgt von der CDU mit 20,2 % und der SPD mit 18, 4 %. Während die FDP einen Anteil von 11 % erreichte, wären auch die AfD mit 7, 2 % und Die Linke mit 6, 6% im simulierten Landtag vertreten. In Mandate umgerechnet ergäbe dies bei 120 Sitzen 36 Sitze für die Grünen, 27 für die CDU sowie 24 für die SPD. Auf die FDP entfielen 15 Sitze, während die AfD mit 10 und Die Linke mit 8 Abgeordneten in das Parlament einziehen würden.

In der kommenden Woche werden diese Ergebnisse nun im Unterricht analysiert und mit dem realen Ausgang der Landtagswahl verglichen.

Autorin: Ella Hermann, für den LK GK, 7.3.2026