Studienfahrt Prag: Zwischen Geschichte, gutem Essen und unvergesslichen Abenden

Viele verbinden Prag mit der Karlsbrücke oder der berühmten Astronomischen Uhr – wir durften die tschechische Hauptstadt jedoch eine ganze Woche lang hautnah erleben. Vom 11. bis 18. Juli machten wir uns gemeinsam mit Herrn Geier und unserem 16-köpfigen Kurs auf den Weg in eine Stadt, die Geschichte, Kultur und ein abwechslungsreiches Nachtleben perfekt miteinander verbindet.

Schon die Anreise war ein Erlebnis für sich. Mit dem Nachtzug ging es Richtung Prag – für viele von uns das erste Mal. Nach einer kurzen Nacht kamen wir morgens in der tschechischen Hauptstadt an und lernten direkt etwas Praktisches: Wie tauscht man sein Geld richtig um, ohne in eine der vielen Touristenfallen zu geraten? Anschließend bezogen wir unsere Unterkunft, in der wir auf drei gut ausgestattete Apartments verteilt waren. Schnell entwickelte sich die gemeinsame Dachterrasse zum Treffpunkt der Gruppe. Fast jeden Abend saßen wir dort zusammen, tauschten die Erlebnisse des Tages aus und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Tagsüber erkundeten wir die Stadt. Auf dem Programm standen unter anderem der Wenzelsplatz, der Altstädter Ring, die Karlsbrücke, die Prager Altstadt, der Burgberg mit der Fenstersturzkanzlei, der Laurenziberg sowie die Burg bei Nacht, die mit ihrer besonderen Atmosphäre beeindruckte. Auch das Kafka-Museum, das jüdische Viertel Josefov mit dem Alten Jüdischen Friedhof, der Letná-Park, die Kleinseite, der Nikolausdom, das Kloster Strahov, der Rathausturm, der Karlsplatz und das Kloster Emmaus gehörten zu unseren Stationen. Morgens waren wir meist etwa drei Stunden gemeinsam unterwegs, bevor der restliche Tag zur freien Verfügung stand – zum Entdecken der Stadt, Shoppen oder einfach zum Schlendern durch die Straßen Prags. Ein echtes Highlight war der Besuch der Deutschen Botschaft. Dort trafen wir sogar zufällig den deutschen Botschafter und konnten uns kurz mit ihm unterhalten – ein Erlebnis, das selbst für Herrn Geier eine Premiere war. Natürlich durfte auch das kulinarische Programm nicht fehlen. Jeden Abend probierten wir andere Restaurants aus und lernten die böhmische Küche kennen. Ein tschechisches Bier durfte dabei für die meisten ebenso wenig fehlen wie die Besuche in den zahlreichen Cafés am Morgen. Ob Avocado-Toast, Omelett oder Pancakes – für einen guten Start in den Tag war immer gesorgt.

Neben den kulturellen Programmpunkten kam auch der Spaß nicht zu kurz. Besonders der Clubabend und unser gemeinsamer Billardabend sorgten für viele lustige Momente. Der Morgen nach dem Club bleibt allerdings ebenfalls unvergessen: Obwohl die Nacht etwas länger geworden war, wurde das geplante Programm nicht komplett abgesagt. Immerhin wurde der Start um vier Stunden nach hinten verschoben. Trotzdem waren alle noch ziemlich müde und schlichen eher hinter ihm her, als motiviert durch Prag zu spazieren. Zum Abschluss der Studienfahrt ging es für eine Nacht weiter nach Berlin. Dort besuchten wir das KaDeWe, das Brandenburger Tor und den Reichstag, bevor wir am nächsten Tag nach einem gemeinsamen Frühstück schließlich die Heimreise antraten.

Rückblickend war die Studienfahrt nach Prag weit mehr als nur eine Reise zu historischen Sehenswürdigkeiten. Die Mischung aus spannenden Besichtigungen, viel gemeinsamer Freizeit, gutem Essen und unzähligen lustigen Momenten hat unsere Gruppe noch enger zusammengeschweißt. Ein großes Dankeschön gilt Herrn Geier, der die Woche organisiert und mit viel Geduld begleitet hat.

Anna Arbant