Die Entwicklung Lahrs aus Sicht des Stadtplaners
Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Globale Herausforderung: Städte“ wurden urbane Siedlungen weltweit unter verschiedenen Fragestellungen untersucht. Wie steht es aber um „unsere“ Stadt Lahr?
Zum wiederholten Male war Stefan Löhr, Leiter des Stadtplanungsamtes der Stadt Lahr, der Einladung ans MAX gefolgt und informierte den Geographiekurs der Jahrgangsstufe 2 (Kurs Geier) aus erster Hand. Der Fachmann berichtete aus seinem Arbeitsfeld und beleuchtete die Stadt und deren Veränderung aus seiner Perspektive. "Keine Stadt ist nachhaltig", so Löhr. Auch wenn man sich im Unterricht mit Paradebeispielen wie Kopenhagen beschäftigt, so dürfe man nie glauben, dass diese Städte auf allen Feldern nachhaltig seien.
Anhand von Kriterien des Umweltbundesamtes legte Löhr dar, wie in Lahr der Weg in Richtung mehr Nachhaltigkeit beschritten wird. Dabei wurden oft Beispiele erwähnt, die den Schülern aus der täglichen Begegnung bekannt waren, was eine gespannte Zuhöreratmosphäre schuf.
Stadtplanung erfordere einen langen Atem, und vor allem: Geld. Anhand verschiedener Bildvergleiche konnte man so die Veränderungen nachzeichnen und sich so auf eine lokale Spurensuche begeben. Stadtplanung erfordert einen multiperspektivischen Ansatz, es erfordert ganz oft eine Abwägung verschieden gelagerter Interessen, was letztlich als Maßnahme vor Ort umgesetzt wird. Deshalb sind es gerade Geographen, die im Schnittpunkt der wissenschaftlichen Disziplinen stehen, die im Bereich der Stadtplanung ein abwechslungsreiches Berufsfeld vorfinden und auch besonders dafür geeignet sind.
Löhr stellte Besonderheiten und Herausforderungen der Stadtplanung in Lahr heraus und berichtete, dass Transparenz und Bürgerbeteiligung in den letzten Jahren immer wichtiger geworden sind.
So mancher Kursteilnehmer wird die nächste Mittagspause in der Stadt oder den Nachhauseweg anders erleben und seine Stadt mit ganz neuen Augen betrachten: aus dem Blickwinkel der Stadtplanung.
Martin Geier